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Während der Messe Murator Expo „Neues Haus, Neue Wohnung“ in Warschau erhielten Besucher kostenlose Beratung von lizenzierten Immobilienmaklern und einem Kreditexperten. Hier die wichtigsten Punkte aus den Gesprächen über Wohnkredite.
Michał Asman, Kreditberater: Die meisten Besucher überzeugte ich davon, Kredite auf möglichst lange Laufzeiten aufzunehmen und keine vorzeitigen Tilgungen zu leisten. Statt ihre Ersparnisse für die Einrichtung der Wohnung auszugeben, sollten sie diese lieber behalten und die Ausstattung über den Kredit finanzieren.
Weil es keinen günstigeren Kredit gibt als einen Hypothekenkredit. Das Geld ist deutlich billiger als z. B. ein Dispokredit, und man kann damit problemlos die Einrichtung finanzieren. Warum also Ersparnisse aufbrauchen oder teure kurzfristige Kredite aufnehmen, wenn man das Kapital langfristig günstiger bekommt?
Asman erklärte:
Viele Polen mögen es nicht, auf Kredit zu leben — deshalb tilgen sie um jeden Preis schneller. Doch das ist oft wirtschaftlich nachteilig.
Ein Beispiel: Eine Frau und ihr Mann hatten einen sehr hohen Kredit auf 10 Jahre aufgenommen. Kurz darauf verlor der Mann seine Arbeit — und plötzlich konnten sie die hohen Raten nicht mehr tragen. Hätten sie eine längere Laufzeit gewählt, wäre die monatliche Belastung viel niedriger gewesen. Außerdem hatten sie all ihre Ersparnisse in die Einrichtung gesteckt.
Asman riet:
„Ersparnisse sollte man für unerwartete Situationen behalten und den Kreditbetrag erhöhen — sofern die Bonität es zulässt.”
Asman erklärte es pragmatycznie:
„Von je 10 000 PLN Kredit zahlt man — je nach Zinssatz — nur 200 bis 300 PLN Zinsen pro Jahr. Das ist so wenig, dass sich eine vorzeitige Tilgung nicht lohnt. Einen so günstigen kurzfristigen Kredit bekommt man nirgendwo sonst.”
Viele Besucher befürchteten steigende Zinsen nach Polens EU‑Beitritt. Asman beruhigte:
„Es besteht kein Risiko eines drastischen Zinsanstiegs aufgrund der EU‑Akzession. Viel entscheidender ist der Zustand unserer eigenen Wirtschaft.“
Er erinnerte außerdem daran, dass die Zinssätze in Polen und in der EU bereits sehr ähnlich seien — das eigentliche Problem liege eher in der Kreditwürdigkeit der Kunden.
Asman antwortete klar:
„In der Währung, in der die Raten am niedrigsten sind — und das Wechselkursrisiko überschaubar bleibt.“
Damals am beliebtesten:
Schweizer Franken (CHF) – sicher, niedrig verzinst
Polnischer Zloty (PLN)
Asman empfahl: lange Laufzeit, keine vorzeitige Tilgung, Ersparnisse behalten.
Hypotheken waren die günstigsten Kredite am Markt.
Vorzeitige Tilgung lohnte sich wirtschaftlich nicht.
CHF und PLN waren die sinnvollsten Währungen.
Der EU‑Beitritt führte zu keinen Zinsschocks.
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