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Die Hypothekenzinsen in Polen sind in den vergangenen Jahren stark gesunken, besonders bei Krediten in Zloty. Im Jahr 2000 lagen sie noch bei rund 19 %, heute bewegen sie sich zwischen 5 und 8 %. Mit weiteren drastischen Rückgängen sollte man jedoch nicht rechnen, denn das Zinsniveau polnischer Wohnkredite entspricht inzwischen weitgehend dem unserer westeuropäischen Nachbarn.
Auf der REFE‑Herbstkonferenz in Breslau wurde unter Berufung auf die European Housing Statistics berichtet, dass die Hypothekenzinsen in privaten Banken beispielsweise betragen:
Deutschland: 5,7 % variabel, 5,1 % fest für 5 Jahre
Spanien: 6,1 % variabel, 6,0 % fest
Frankreich: 6,8 % variabel, 7,2 % fest
Finnland: 4,4 % variabel, 4,3 % fest
Der Kreditberater Michał Asman erklärte:
„Bei Hypothekenkrediten in Euro und Zloty erwarte ich nach dem EU‑Beitritt keine plötzlichen Zinssprünge.“
Euro‑Kredite in Polen und in der EU basieren auf denselben Referenzsätzen — EURIBOR oder LIBOR. Unterschiede ergeben sich hauptsächlich aus den Bankmargen.
Wenn der Eurokurs klettert, wächst die in PLN umgerechnete Kreditschuld. Asman rät jedoch zur Ruhe:
„Bei Euro‑Krediten sollte man nicht übereilt in Zloty umschulden und auch keine Sondertilgungen leisten.“
Stattdessen empfiehlt er:
prüfen, ob der eigene Zinssatz dem Angebot für Neukunden entspricht,
bei großen Abweichungen mit der Bank verhandeln,
oder einen Wechsel in eine günstigere Währung erwägen — etwa in Schweizer Franken.
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