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Marek Wielgo, 09.07.2003
Wollen polnische Kreditnehmer bei Immobilienfinanzierungen lieber den Zloty als Fremdwährungen? Den Schweizer Franken auf jeden Fall nicht. Aber Dollar und Euro verlieren deutlich an Bedeutung.
Auf Grundlage von über 30 000 Kreditsimulationen im Internet stellten die Autoren des Berichts die These auf, dass derzeit mehr als sechs von zehn Polen einen Kredit in Zloty aufnehmen möchten, über zwei in Schweizer Franken, und der Rest in Euro oder Dollar. Der Anteil der Zloty‑Kredite wächst schnell, während der Anteil der Euro‑ und Dollar‑Kredite sinkt. Unter den Fremdwährungen verliert einzig der Schweizer Franken nicht an Popularität.
Doch aus den Daten der polnischen Zentralbank (NBP) geht hervor, dass die Verschuldung der Polen aus Zloty‑Hypotheken von Dezember bis Mai um über 1,271 Mrd. PLN gestiegen ist, während die Verschuldung in Fremdwährungen um fast 1,46 Mrd. PLN zunahm. Auch Banker bestätigen, dass Fremdwährungskredite — insbesondere in Schweizer Franken — weiterhin den Markt dominieren. Piotr Kwiatkowski von BPH PBK teilte uns gestern mit, dass von rund 10 000 Immobilienkrediten, die die Bank im ersten Halbjahr vergeben hat, nur 37 % in Zloty waren. Im Vorjahr waren es 3,8 Tsd. Kredite, davon lediglich 9 % in Zloty.
Der Kreditberater Michał Asman betont, dass dieses Risiko keineswegs so groß sei — vor allem wegen der deutlichen Abschwächung des Zloty in den vergangenen Monaten.
„Wenn unsere Währung an Wert verlieren würde, hätte das einen Anstieg der Inflation zur Folge — und damit einen Anstieg der Zinssätze für Zloty‑Kredite“, erklärt Asman.
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